
Sachverständigenbüro Hintze
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Stürzen, Rutschen oder Stolpern
Laut DGUV wurden allein im Jahr 2019 mehr als 169 000 sogenannte SRS-Unfälle gezählt.
Unfälle durch Stürzen, Rutschen oder Stolpern sind somit statistisch gesehen die häufigsten Ursachen für Verletzungen am Arbeitsplatz.
Nicht selten rutschen Mitarbeitende auf glatten Flächen aus – zum Beispiel, wenn Oberflächen von Bodenbelägen zu glatt sind, oder diese durch Verunreinigungen wie Schmutz, Feuchtigkeit oder Öl beeinträchtigt werden. Kommt hier der Faktor Mensch hinzu, beeinflusst durch Unachtsamkeit, falsches Schuhwerk, Blick aufs Handy oder auch das Tragen von Materialien und/oder Akten, dann sind Stürze oftmals vorprogrammiert.
Grundsätzlich sollte hierbei ausgeschlossen werden können, dass die Bodenoberfläche zu glatt ist. Hierzu kann die Bewertung der Rutschgefahr unter Betriebsbedingungen objektiv aufgemessen werden, um die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung und der Arbeitsstättenregel zu erfüllen.
Auf Grundlage des Bewertungskonzeptes der Rutschgefahr in Anlehnung an die Wuppertaler Grenzwerte für sicheres Gehen nach Skiba ermitteln wir für Sie den Gleitreibungskoeffizienten gem. DIN EN 16165.
Rutschhemmung verständlich erklärt: R-Klasse (DIN 51130/51097) vs. Gleitreibungskoeffizient µ (Betriebsmessung vor Ort)
R-Klassen (R9 bis R13) – Eignungsklasse eines Belags (Typ-/Laborprüfung)
Wofür steht die R-Klasse?
Die R-Klasse ist eine stufige Klassifizierung (R9 bis R13), die die grundsätzliche Eignung eines Bodenbelags für bestimmte Nutzungsbereiche beschreibt (z. B. Arbeitsbereiche mit Feuchte oder öligen Belastungen). Sie dient damit vorrangig der Produktauswahl und der Planung.
Wie wird die R-Klasse ermittelt? (Schiefe Ebene)
Die Ermittlung erfolgt über standardisierte Prüfverfahren:
• DIN 51130 (Schiefe-Ebene-Verfahren mit Schuhwerk)
• DIN 51097 (Schiefe-Ebene-Verfahren für barfuß begehbare Flächen)
Bei beiden Verfahren wird eine Prüffläche unter definierten Bedingungen schrittweise geneigt. Ermittelt wird der maximal sichere Neigungswinkel, bis zu dem eine Person auf der beaufschlagten Fläche noch sicher stehen bzw. gehen kann, ohne dass ein Wegrutschen eintritt.
Aus dem erreichten Neigungswinkel ergibt sich die Einstufung in die jeweilige R-Klasse (R9–R13).
Wichtiger Praxis-Hinweis:
R-Klassen sind in der Regel Typ- bzw. Laborwerte (Hersteller/Prüflabor) und beziehen sich üblicherweise auf den neuen, unbelasteten Belag. Sie beschreiben damit primär das Systemverhalten des Materials – nicht zwingend den aktuellen Betriebszustand im Objekt (z. B. nach Beschichtung, Markierung, Verschleiß, Verschmutzung oder Feuchte).
Wir ermitteln keinen R-Wert!
Gleitreibungskoeffizient µ – Zustandswert der konkreten Fläche (Betriebsmessung vor Ort)
Wofür steht der µ-Wert?
Der Gleitreibungskoeffizient µ ist ein numerischer Messwert (z. B. µ = 0,40 oder µ = 0,70), der die Gleitreibung zwischen einem definierten Gleitkörper (Messgerät) und der tatsächlich vorhandenen Oberfläche im Objekt beschreibt.
Wie wird µ ermittelt?
Die Messung erfolgt typischerweise mittels portabler Tribometer direkt im Objekt unter Betriebsbedingungen, also auf der real eingebauten Oberfläche einschließlich sämtlicher objektbezogener Einflussgrößen, z. B.:
• Beschichtungen oder nachträgliche Oberflächenbehandlungen
• Markierungen, lokal ausgebesserte oder überarbeitete Bereiche
• Verschmutzung, Reinigungszustand, Pflegefilm
• ggf. Feuchtefilm / Nässe sowie nutzungsbedingter Verschleiß
Der µ-Wert lässt sich anschließend unmittelbar gegen praxisnahe Bewertungsmaßstäbe abgleichen, z. B. DGUV Information 208-041 (Bewertung der Rutschgefahr unter Betriebsbedingungen) sowie gegen in der Praxis verwendete Vergleichs- und Richtwerttabellen.
Merksatz
R-Klasse = Haftreibung / Typprüfung / stufige Klassifizierung / meist Hersteller- bzw. Laborwert.
µ-Wert = Gleitreibung / objektbezogene Betriebsmessung / zahlenmäßige Zustandserfassung / direkt für den Ist-Zustand bewertbar.

Ermittlung des Gleitreibungskoeffizienten
Ihre Investition zur Ermittlung des Gleitreibungskoeffizienten im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung, als Präventivmaßnahme nach Stolper-, Rutsch- oder Sturzunfällen etc.
ab 850,00 €
Dafür erhalten Sie:
Ortstermin zur Ermittlung des Gleitreibungskoeffizienten und zur Feststellung der Betriebstauglichkeit der Bodenfläche im Innenbereich
Ermittlung des Gleitreibungskoeffizienten unter Berücksichtigung der tatsächlichen Parameter im Objekt
Fotodokumentation
Anhand der Fotodokumentation wird visuell der Messvorgang beschrieben
Graphische Auswertung der Messergebnisse
Visualisierte Darstellung der ermittelten Werte zur Feststellung des Gleitreibungskoeffizienten, ausgewertet mittels Software GMG-Vision



Sascha Hintze
Gebäudereiniger aus Leidenschaft, um die Welt ein wenig mehr glänzen zu lassen!
„Leistung aus Leidenschaft, zuverlässig und mit dem Blick für´s Detail. Pünktlich, sorgfältig und kompetent.“
Das sind die Attribute, die mich am treffendsten beschreiben.
Als erfahrener Coach und Berater betrachte ich alle Facetten der Gebäudereinigung ohne Berührungsängste und bin bestrebt, Sie kompetent und professionell bei Ihrem Vorhaben zu unterstützen!
Ausbildung/Qualifizierung
- Berufsoffizier a. D.
- Studium der Volkswirtschaftslehre
- Gebäudereinigermeister
- staatlich geprüfter Desinfektor
- Strahlenschutzbeauftragter
- Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Gebäudereinigerhandwerk
- gem. ISO/EC EN 17024 zertifizierter Sachverständiger für die Ermittlung der Rutschsicherheit von Böden
Aufgabenschwerpunkte:
Durchführung von Rutschmessungen zur Ermittlung des Gleitreibungskoeffizienten
- Ermitteln von Leistungskennzahlen
- Entwicklung von Systemstrategien
- Umsetzung von Reinigungskonzepten
- Erarbeiten von Implementierungshilfen zur Restrukturierung von Objekten unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit
- Umsetzung von Reinigungskonzepten
- Basisschulungen für Leader und Teams
- Schadensbegutachtungen und Dokumentationen von Reinigungsproblemen
- Erstellen von Gutachten
Berufserfahrung:
- Öffentlich bestellter Sachverständiger für das Gebäudereinigerhandwerk
- Mitwirkung an diversen wissenschaftlichen Projekten am FRT (Europäische Forschungsgemeinschaft Reinigungs- und Hygienetechnologie e. V.)
- Autor von über 200 Fachartikeln im Fachmagazin „rationell reinigen“ zum Thema Schadensfälle in der Gebäudereinigung
- Fachautor der Buchreihe „Gebäudereinigung kompakt“ (aktuell 4 Bände), erschienen im Holzmann Medienverlag
- Entwickler des „JuliPads“ zur Reinigung von Feinsteinzeugfliesen in der Unterhaltsreinigung
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